Inklusion

In der Schweiz wird meist getrennt zwischen Bühnen, die mit „professionellen“ SchauspielerInnen arbeiten und solchen, die sich auf die Arbeit mit Menschen mit einer Behinderung spezialisiert haben. Wir möchten diese Grenze in unseren Arbeiten überschreiten und operieren stets jenseits dieser, für die tatsächliche Inklusion hinderlichen Trennung. Es ist unsere Überzeugung, dass die inklusive Theaterarbeit das Potential birgt, ein Umdenken anzuregen und Diskussionen über die Diversität unserer Gesellschaft auszulösen. Denn die künstlerische Arbeit mit behinderten Menschen konfrontiert sowohl die Theaterschaffenden als auch das Publikum immer wieder mit Fragen, die sich auch sonst im Hinblick auf den gesellschaftlichen Umgang mit Menschen, die nicht der Norm entsprechen, stellen: Wie können wir uns gleichwertig begegnen? Wie können wir uns verstehen? Was bedeutet Diskriminierung? Was Toleranz? Ab welchem Punkt beginnt positive Diskriminierung?
Es ist die Suche nach Antworten auf diese Fragen, die uns in der inklusiven Theaterarbeit immer wieder antreibt. Und es sind auch die unglaubliche Kreativität, das Feingespür und die Authentizität unserer SchauspielerInnen, die uns in der künstlerischen Auseinandersetzung inspirieren und interessieren. Durch die inklusive Arbeit wir das Theater zu einem Ort, der die Verbindung von künstlerischen Inhalten und sozialen Begegnungen möglich macht.

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